Fazit aus dem Sicherheitstag NRW – Wachsamkeit ist die beste Prävention!

Die Schreckensbilder und Nachrichten über die Terroranschläge in Barcelona und London in den vergangenen Monaten stecken uns wohl alle noch in den Knochen. Das BKA warnte kürzlich vor erhöhter Anschlagsgefahr auf den Bahnverkehr, Europol-Chef Rob Wainwright sagte Ende Juni 2017, die Terrorgefahr sei die höchste der vergangenen 20 Jahre.

Was bedeutet das für deutsche Unternehmen – sind sie gut vorbereitet auf die akute Terrorgefahr?

Die Informationsvielfalt in den Medien beflügelt beinahe täglich unsere Angst – in der Regel der schlechteste Berater.

Die Experten auf dem Sicherheitstag NRW lieferten interessante Einblicke: die nationale Bedrohungssituation beleuchtete der Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz Burkhard Freier. Zu den internationalen Aspekten der terroristischen Bedrohung referierte - eigens aus New York angereist - Dr. Hans-Jakob Schindler, Koordinator des ISIL / Al Quaida / Taliban Monitoring Teams der Vereinten Nationen.

Angesichts der verschiedenen Arten des Terrors lag das Hauptaugenmerk auf der Gefahr durch Radikalisierung. Die Täterprofile zeigen, dass diese immer jünger werden. Was also macht das Marketing des sogenannten Islamischen Staates besser als unsere freiheitliche Demokratie? Warum radikalisieren sich junge Menschen? Dazu gab uns der Islamwissenschaftler Dr. Michael Kiefer einen guten Einblick.

Eines wurde in unserer abschließenden Podiumsdiskussion noch einmal deutlich unterstrichen. Ja, die Terrorgefahr ist auf dem höchsten Stand der vergangenen 20 Jahre und wird in der näheren Zukunft wohl auch nicht abnehmen.

Was können wir also tun?

Erstens: Das unbedingte Festhalten an unseren freiheitlich-demokratischen Grundwerten! Auch, wenn es vielleicht manchmal schwer fällt. Alles, was wir über Jahrzehnte erreicht haben, dürfen wir uns durch die bewusste Erschütterung unserer Lebensweise durch Terror nicht nehmen lassen. Jeder Anschlag lässt Rufe laut werden - nach mehr Kontrolle, mehr Überwachung, mehr Staat. Grundsätzlich sind damit aber immer Einschränkungen für uns selbst die Folge, auch für die Wirtschaft, daran müssen wir denken.

Zweitens: Die Wachsamkeit – von uns allen. Unabhängig, ob in der Schule, in der Familie oder am Arbeitsplatz. Den Mitmenschen wahrnehmen und mögliche Veränderungen an die zuständigen Personen weitergeben – je früher je besser: Das eröffnet die Chance, sich radikalisierende Menschen aufzufangen und hoffentlich aus diesem Teufelskreis herauszuholen, bevor sie zur Bedrohung werden.

Im Unternehmen müssen dafür vernünftige Prozesse etabliert und verantwortliche Personen benannt sein. Und: die Mitarbeiter müssen sensibilisiert werden. Sie müssen wissen, dass Wachsamkeit die beste Prävention ist.

Letztlich trifft das auf alle Gefahren in und für Unternehmen zu: Ob Cyberkriminalität, Korruption, Terrorismus oder Radikalisierung. Nur wer diese Gefahren kennt und weiß, worauf zu achten ist, kann sich selbst, Kollegen und das Unternehmen schützen.

Christine Kipke - CCO exploqii

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